Wohn-Riester gewinnt weiter an Beliebtheit

Im Gegensatz zur Riester-Rente im Allgemeinen wird die Wohn-Riester in Deutschland stetig populärer. Seit Einführung vor zehn Jahren verzeichnet die sogenannte Eigenheimrente die höchsten Zuwächse unter allen Riester-Produkten. Im vergangenen Jahr waren es erneut rund 4,5%.

Die Nachfrage nach der Riester-Rente schrumpft. 16,57 Millionen Verträge gab es laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zur Jahresmitte 2018 in Deutschland. Das sind rund 20.000 weniger als noch Ende 2017. Diese Entwicklung könnte zum Teil dem seit Jahren anhaltenden Niedrigzinsumfeld und der daraus resultierenden Sparmüdigkeit vieler Menschen geschuldet sein.

Wohn-Riester wächst gegen den Trend

Dennoch sollte Riester nicht für die niedrigen Zinsen verantwortlich gemacht werden – zumal es mit der Eigenheimrente eine Riester-Form gibt, die auf die Finanzierung von Wohneigentum abzielt. In der Tat weist Wohn-Riester seit seiner Einführung vor zehn Jahren im Vergleich zu den übrigen riestergeförderten Produkten wie Versicherungs-, Bank- oder Fondssparverträgen das höchste Wachstum auf. In der ersten Jahreshälfte wuchs die Zahl der Verträge um 28.000 auf knapp 1,8 Millionen. Auf Jahressicht lag das Plus bei 4,5%.

Erhöhtes Eigenkapital

Wohn-Riester lohnt sich. Mit einem riesterzertifizierten Bausparvertrag fließt die Finanzspritze vom Fiskus oft über Jahrzehnte, denn die Zulagen gibt es sowohl in der Spar- also auch in der Darlehensphase. Die Zulagen erhöhen in der Ansparphase das Eigenkapital und fließen währen der Finanzierung in die Tilgung des Bauspardarlehens. Zudem würden Wohn-Riester-Sparer von Anfang an von ihrer Altersvorsorge profitieren, weil sie darin wohnen. Bei Renteneintritt ist die Immobilie dann im Idealfall abbezahlt und mietfreies Wohnen möglich.

26.Nov.2018